Home
Schnadgang
Stift Asbeck
Dormitorium
Stiftsdokumentation 
 - Museum -
Sonderausstellung
Linksammlung
Impressum
Anfahrt
Führungen Stift
Verein
Kalender 2011
FeuerstättenMuseum

Email-Kontakt

           Aktualisierung:      28. November 2011

Heimatverein Asbeck e. V.

Der Kreuzgang des Stiftes Asbeck

Als am 4. Februar 1803 die rheingräfliche Familie die Aufhebung des Stiftes Asbeck erklärte und das Kapitelhaus sowie das Archiv versiegeln ließ, waren ein Großteil der Asbecker Klostergebäude bereits etwa sechshundert Jahre alt.

Schon unter dem Fürstbischof Hermann II. Graf von Katzenelnbogen (1174-1202) wurden wichtige Stiftsgebäude errichtet. Unter ihm entstand auch der Westflügel des Kreuzganges mit der bekannten zweigeschossigen Arkadengalerie. Auf diese Galerie wurde bereits 1832 Karl Friedrich Schinkel aufmerksam, der ein Bauaufmaß durch den Baukondukteur A. W. Lücke anfertigen ließ. Schinkel spricht sich für den Erhalt des Westflügels aus.  Andere Gebäudeteile waren bereits seit Jahren dem Verfall preisgegeben. Schon 1827 kam es deshalb zum Abbruch des Ostflügels. Spätestens 1837 wurde auch der Nordflügel abgetragen. In den folgenden Jahrzehnten finden wiederholt Ortsbesichtigungen in Asbeck statt. 1841 fertigte der Bauinspektor Teuto einen Bericht über den Erhalt der Asbecker Stiftsgebäude an. 1852 besucht der Konservator Ferdinand von Quast Asbeck und tritt ebenfalls für den Erhalt des romanischen Westflügels des Asbecker Kreuzganges ein. 1858 wurden die Pläne des Münsteraner Bischofs Johann Georg Müller bekannt, der die Arkaden des Asbecker Kreuzganges in die Fassade des neuen Diözesanmuseums am Domplatz in Münster einbauen will. Ferdinand von Quast äußerte am 29. März 1860 sein tiefstes Bedauern für den Fall, dass es nicht gelänge, den Kreuzgang an Ort und Stelle zu erhalten. Im Jahre 1861 wurde Emil von Manger mit dem Entwurf des Diözesanmuseums beauftragt. In Manger´s Entwurf sind die Asbecker Säulen bereits in die Fassade integriert.

Am 4. Januar 1862 erwirbt das Bistum Münster die Säulengalerie und lässt sie im März 1862 abtragen. 1863 wird in Münster mit dem Bau des Diözesanmuseums begonnen. 1966 wurde dieses Gebäude am Domplatz bereits wieder abgetragen. Die Spolien der Galerie konnten sichergestellt werden. Wie auf den Farbbildern zu sehen ist, entstand seit Frühjahr 2004  der Westflügel an historischer Stelle neu.

Von dem ehemaligen Gebäudekomplex des Asbecker Damenstiftes sind heute noch die romanische Stiftskirche, das Äbtissinnenhaus, das Dormitorium, das Torhaus, Teile des Kreuzgangs sowie die Stiftsmühle vorhanden.